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Talkumwerk Luzenac-Naintsch Mineralwerke

Talkabbau Rabenwald
Adresse: Oberfeistritz 28
Telefon: (03175)2201 Rabenwald (03175)2652
Fax: (03175)2201-25

Unternehmensprofil Naintsch Mineralwerke GmbH

Die Naintsch Mineralwerke GmbH ist ein österreichisches Bergbauunternehmen, das zwei Lagerstätten (Rabenwald, Kleinfeistritz) und drei Verarbeitungsbetriebe in der Steiermark, sowie einen in Ennsdorf, Niederösterreich – betreibt. Die Geschäftsführung, die Administration und das Labor haben ihren Sitz in Graz-Andritz.

Als Produzent von Talk und talkähnlichen Mineralien sind die Naintsch Mineralwerke GmbH wertvoller Rohstofflieferant für die Industrie. Die Anwendungsbereiche für die Produkte sind vielfältig. Einsatzgebiete für die Industriemineralien liegen in der Papier-, Farben- & Lack-, Kunststoff-, Keramik-, Bitumen-, Futtermittel-, Düngemittel-, Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittelindustrie sowie in der Abwasseraufbereitung.
Luzenac Naintsch ist Arbeitgeber für 206 Mitarbeiter, von denen 87 in Oberfeistritz und Rabenwald beschäftigt sind.

Firmenlogo 
Die Firma Luzenac-Naintsch reicht bis ins Jahr 1916 zurück

Wo die Gemeinden Baierdorf, Floing, Rabenwald und Stubenberg aneinandergrenzen, befindet sich im etwa 1000 Meter hohen Krughofkogel, der am Rabenwald südlich vorgelagert ist, in Urgestein eingelagert, die größte Talklagerstätte Mitteleuropas. Ihre Vorräte werden noch viele Generationen mit diesem einzigartigen Rohstoff versorgen.

Talkum und Chlorit von besonders plättchenförmiger Struktur werden im Vorkommen Rabenwald gefördert. Der Abbau erfolgt ausschließlich im Tagebau. 100 Mitarbeiter bauen jährlich 100.000 Tonnen dieses edlen Materials ab. Zur Gewinnung von 1 Tonne Talk ist es notwendig, ca. 12 Tonnen taubes Material, welches die Talklagerstätte überlagert und durchsetzt, abzubauen. Dies erfolgt durch Bohr- und Sprengarbeit. Bereits bei der Gewinnung in der Lagerstätte wird Rohtalk sorgfältig in 3 Weißeklassen getrennt. Ein neu entwickeltes Qualitätssystem analysiert im Bereich der Brechanlage jede einzelne, geförderte Lkw-Ladung. Entsprechend der jeweiligen Qualität, die hier ermittelt wird, kann jede Ladung der geeignetsten Klasse zugeordnet werden. Damit wird gewährleistet, dass einerseits die strengen Qualitätsnormen eingehalten werden und andererseits die Lagerstätte bestmöglich genutzt wird. Die Lagerstättenerkundung und Tagbauplanung, die im wesentlichen Grundlage für die Zukunftssicherung sind, werden mit modernsten computergestützten Methoden durchgeführt.

Mit der Aufforstung von 100.000 heimischen Forstpflanzen wurde für die Rekultivierung der Haldenflächen gesorgt. Diese unternehmerische Leistung garantiert für die Zukunft erholsame Mischwälder und ist ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz. Der Transport des Talkes vom Bergbau Rabenwald zur Mühle Oberfeistritz erfolgt mit der neu errichteten Materialseilbahn. Dieses Transportmittel stellt die umweltfreundlichste Methode des Material-Transportes dar. Hauptabnehmer von Talkum aus dem Werk Oberfeistritz ist die Papierindustrie. Weitere Anwendungsgebiete sind die Zellstoff- und Keramikindustrie, Futtermittel- und Düngemittelindustrie, kosmetische und pharmazeutische Industrie.

Luftbildaufnahme vom Bergbau am Rabenwald 
Geschichte:

1916Gründung der Firma „Schwefelkies-Bergbau Naintsch" in der Gemeinde Naintsch, nordöstlich von Anger. 
1917 Gründung des Stammwerkes Rabenwald-Anger der „Talkumwerke Naintsch" durch Pachtung der Grube sowie der an der Feistritz gelegenen Mühle samt Wasserkraft von der Firma „Brüder Wiedenhofer" in Anger bis 1931. Der Name Naintsch bleibt im Firmenwortlaut erhalten und wird in der Folge immer mehr zum Begriff eines hochwertigen steirischen Bergbauproduktes: Talkum „NAINTSCH". 
1927Erwerbung der „Rieck-Grube" von der Firma Bittnerwerke A.G., Wien und Pachtung der Abbaurechte der „Lamberg-Grube" vom Grafen Lamberg in Pöllau (bis 1933) 
1039 Erwerbung der „Tafelmeister-Grube" von Dr. Lothar Elbogen. 
1949Erwerbung des Betriebes Stubenberg von der Brauerei Schwechat, bestehend aus: „Reisenhofer-Grube", „Steinhansl-Grube", Seilbahn und Mahlwerk. 
1050 Eröffnung der Mühle in Anger. 
1959Durch Vertragsabschluss mit der griechischen Königin Friederike und der Gruppe Elbogen wird die Firma „Österreichische Talkumindustrie Ernst August Herzog zu Braunschweig und Lüneburg" „Talkumwerke Naintsch" zugehörig. Der Zuwachs besteht aus: Bergbau Krughof, Seilbahn, Mühle Oberfeistritz und E- Werk Hofmühle. 
1977 Talc de Luzenac, Frankreich, wird Mehrheitseigentümerin der Unternehmensgruppe „Naintsch". 
1982
Zusammenlegung der Mühlenbetriebe Anger-Oberfeistritz- Stubenberg in Feistritz bei Anger. Eröffnung des neuen, zentralen Mahlwerkes.
1989
Abbauvertragsabschluss mit der Firm „Talksteinwerke Ing. Peter Reithofer".
Ab 1989
wird „Naintsch" ein Unternehmen der RTZ Talc Division (Group Luzenac), England.